Museum für islamische Kunst, Pergamonmuseum (Berlin)
ScrollDownArrow

Wie Räumlichkeiten für ein Museum planen, wenn der auszustellende Inhalt noch nicht feststeht? Auf diese Frage eine Antwort geben heisst ein Drehbuch zu schreiben, dass in der Zeit von der architektonischen Planung bis zum Einräumen der Ausstellung als Leitfaden dient:

Der geplante Umbau des Pergamonmuseums ging mit einer Verlegung des »Museums für Islamische Kunst« und mit einer erheblichen Erweiterung der Flächen einher. Die Eröffnung des Museums im Nordflügel des Pergamonmuseum war erst in 8 Jahren geplant. Zwischen der baulichen Planung und der Entwicklung der Museumskonzeption bestand hier eine erhebliche zeitliche Diskrepanz.

Die planerische Sicherheit in der Architektur stand dem Ziel einer konzeptionellen Offenheit bei der Ausstellungsgestaltung entgegen. Ziel war es also, eine größtmögliche räumliche Flexibilität für die Gestaltung der Ersteinrichtung des Museums für Islamische Kunst zu erreichen.

Space4 entwickelte ein Konzept für mögliche räumliche Strukturen und Gestaltungsansätze um eine zukünftige flexible Ausgestaltung der Räume zu gewährleisten. Dieses Konzept überprüft die baulichen Rahmenbedingungen in ihren Auswirkungen auf die Ausstellung und dient als Leitfaden für den Prozess der inhaltlichen Detaillierung.

Beispielhafte Kapitel des Drehbuches sind: Wegeführung, Dramaturgie, Präsentationsprinzipien, Inhaltliches Konzept, Raumtypen, Vermittlung, Farbgestaltung … etc.

Auftraggeber: Bundesamt für Bau und Raumordnung, Berlin
Leistungsbild: SWOT – Analyse, Räumliche Analyse des Pergamonmuseums, räumlich-inhaltliches Drehbuch, Vorgaben / Anforderungen für die bauliche Sanierung, Anforderungen an die Gestaltung
Ort: Pergamonmuseum Berlin
Jahr: 2011