Museum Ulm
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Im Jahr 2013 lud die Stadt Ulm zu einem beschränkten Ideenwettbewerb für ein neues Strukturkonzept des Ulmer Museums ein. Die Aufgabe bestand darin, im Rahmen einer inhaltlichen Neudefinition die Kernaussage des Ulmer Museums zu präzisieren sowie einen zukunftsfähigen roten Faden aus den drei Sammlungsbereichen »Archäologie, Alte Kunst und Moderne« zu flechten und daraus die Marke »Ulmer Museum« zu formulieren.

Auf der Grundlage der eingereichten Konzepte wurde Space4 mit der Ausarbeitung des Konzeptes im Rahmen einer Machbarkeits-studie beauftragt. Ziel der Studie ist es, die im Ideenwettbewerb formulierten Thesen auf ihre grundsätzliche Machbarkeit zu überprüfen und zu bewerten. Es werden Ansätze aufgezeigt, wie das Museum zu einem wichtigen öffentlichen Ort mit hoher gesellschaftlicher Relevanz werden und dabei die klassischen Aufgaben eines Museums auf hohem Niveau erfüllen kann.

Analyse

Das Ulmer Museum ist im Laufe seines Bestehens immer weiter gewachsen. Dabei wurden verschiedene historische Gebäude in das Ensemble integriert. Angesichts der Zusammensetzung der Gebäudeteile ist der Begriff Ensemble nicht ganz zutreffend. Vielmehr handelt es sich um eine eher zufällige, nicht zielgerichtete Zusammenstellung, die nicht als Ganzes wahrnehmbar ist, sondern eher ein Konglomerat bildet.

Vision

Das Ulmer Museum wird zu einem Ort mit hoher gesellschaftlicher Relevanz in Ulm, der Region und darüber hinaus. Es kann sich aktiv und vor dem Hintergrund der Geschichte, der Kunst und Kultur in den aktuellen öffentlichen Diskurs einbringen und hier Positionen anbieten, diskutieren und beziehen. Dabei wird die eigene Sammlung, die einzigartigen Objekte, zum Kristallisationspunkt der musealen Arbeit. So wird das Museum sich an alle Bürger richten und für Alle ein selbstverständlicher öffentlicher Ort sein. Das Museum trägt so wesentlich zur Identitätsbildung der Gesellschaft bei.

Ausstellungsstruktur

Wir möchten für das Museum Ulm eine neue Perspektive auf den Besucher entwickeln. Das Museum mit seinen Angeboten, insbesondere natürlich mit seinen Ausstellungen, muss sich aus den Erwartungen, Vorstellungen und Bedürfnissen der Zielgruppen heraus generieren. Dabei gilt es, den Erlebnischarakter zu stärken, ohne den inhaltlichen und wissenschaftlichen Anspruch zu verringern. Aus dieser Zielsetzung ergeben sich Anforderungen sowohl an die inhaltlichen Konzepte als auch an die Gestaltung und Dramaturgie der Ausstellungsformate.

Auftraggeber: Stadt Ulm
Projektart: Machbarkeitsstudie
Leistungsbild: Analyse der historischen Bausubstanz, SWOT-Analyse, Ermittlung Sanierungsbedarf, Inhaltlich-räumliche Konzeption, Erstellung Raumprogramm, Konzeption barrierefreier Erschließung, Ausstellungskonzeption
Ort: Ulm
Jahr: 2015